Organische Pigmente

Organische Pigmente können grundsätzlich in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden, nämlich in Azopigmente und polycyclische Pigmente.

Azopigmente enthalten eine (Monoazo) oder zwei (Disazo) Azogruppen –N=N– im Molekül; ihre Farbtöne liegen vor allem im Bereich von Gelb über Orange, Rot und Violett bis Braun. Azopigmente haben weltweit einen Anteil von etwa 70% an allen organischen Pigmenten. Entsprechend ihren Eigenschaften werden sie über den gesamten Anwendungsbereich der Pigmente eingesetzt. Dieser reicht vom Einfärben aller Arten von Anstrichmaterialien, Kunststoffen und Druckfarben bis zu Lebensmittel- und Kosmetika-Einfärbungen.

Polycyclische Pigmente stellen keine einheitliche chemische Substanzklasse dar. Sie bestehen meist aus kondensierten aromatischen Sechsring- und/oder Fünfring-Kohlenstoffsystemen, teilweise auch aus aromatischen heterocyclischen Systemen mit Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel als Hetero-Atomen. Die mit Abstand wichtigste Gruppe polycyclischer Pigmente sind diejenigen mit Kupferphthalocyanin-Struktur. Fast alle blauen und grünen Farbtöne der organischen Pigmente im Handel beruhen auf dieser chemischen Grundstruktur. Andere wichtige polycyclische Pigmente am Markt sind die Chinacridon- und Perylen-Pigmente, die den Farbtonbereich Orange und Rot überdecken; daneben gibt es zahlreiche andere Strukturen.                    

Die im VdMi organisierten Hersteller von Organischen Pigmenten finden Sie in der Mitgliederliste.

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